Bundeswehr Bewerbung abgelehnt: Was jetzt? Deine Optionen 2026

Es war ein Dienstagmorgen in Feldkirchen. Ich war gerade dabei, meine Rekruten auf den ersten Appell vorzubereiten, als ein junger Kerl — nennen wir ihn Markus — an meine Bürotür klopfte. Kein Rekrut von mir. Ein Freund von einem meiner Rekruten, der ihn zur Kaserne gefahren hatte. Er hielt einen zerknitterten DIN-A4-Umschlag in der Hand, als hätte er ihn die letzten zwei Stunden festgehalten.

„Ich bin abgelehnt worden", sagte er.

Ich hab ihn reingebeten. Tür zu. Der Bescheid lag auf dem Tisch: Medizinische Untauglichkeit — T3 nach Musterung, Verwendung als Soldat auf Zeit nicht möglich. Er war 19, hatte monatelang trainiert, sich auf den CAT-Test vorbereitet. Und jetzt das.

Was mich bis heute beschäftigt: Keiner hatte ihm vorher erklärt, was ein T-Grad bedeutet. Was T3 konkret heißt. Und vor allem, was jetzt noch geht.

Ich konnte ihm damals nicht viel Zeit widmen — Dienstbetrieb ist Dienstbetrieb. Aber ich hab ihm gesagt: „Das ist nicht das Ende. Lass uns das auseinandernehmen." Genau das machen wir hier.

Rund 70 % der Bewerberinnen und Bewerber erhalten bei der Bundeswehr keinen positiven Einstellungsbescheid — das hat eine ZMSBw-Bewerberstudie 2022 ergeben (augengeradeaus.net, Mai 2023). Du bist also in bester Gesellschaft. Und du hast mehr Optionen, als du gerade denkst.

Warum die Bundeswehr Bewerber ablehnt — die 10 häufigsten Gründe

1. Medizinische Untauglichkeit (Tauglichkeitsgrade T1–T6)

Bei der ärztlichen Begutachtung im Karrierecenter vergibt ein Militärarzt einen Tauglichkeitsgrad. Die Skala:

Häufige T5-Diagnosen: schweres Asthma mit Dauertherapie, Diabetes mellitus, schwere Skoliose (über 30° Cobb), Herzrhythmusstörungen, Keratokonus, psychische Erkrankungen mit Medikamentenpflicht, Epilepsie, Multiple Sklerose (einstellungstest-bundeswehr.de, Oktober 2021).

Den vollständigen Musterungsablauf — Ablauf, Grenzwerte, Stationen — erklärt unser Artikel zur Musterung bei der Bundeswehr.

2. CAT-Test nicht bestanden

Der Computer-Assistierte Test (CAT) prüft sprachliches Denken, Mathematik, logisches Denken, technisches Verständnis, Konzentration und Reaktionsfähigkeit. Das Verfahren ist adaptiv. Dauer: zwei bis drei Stunden, alles Multiple Choice, kein Taschenrechner.

In Feldkirchen hab ich Rekruten ausgebildet, die beim Sport keine Probleme hatten — aber beim CAT herausgeflogen sind. Nicht weil sie dumm waren. Sondern weil sie nicht vorbereitet waren.

Sperrfrist: Testergebnis gilt zwei Jahre. Erneute Bewerbung frühestens nach sechs Monaten möglich (einstellungstest-bundeswehr.de, März 2019).

Wie du dich optimal auf den Test vorbereitest: CAT-Test Bundeswehr — Vorbereitung und Übungsaufgaben.

3. Charakterliche Eignung und Sicherheitsüberprüfung

Neben dem kognitiven Test läuft ein Persönlichkeitstest (PMO, 116 Fragen) und ein strukturiertes Eignungsgespräch. Nach der Einplanung folgt die förmliche Sicherheitsüberprüfung, bei der das BAMAD als mitwirkende Behörde eingebunden ist. Problematisch: extremistische Überzeugungen oder Kontakte, Widersprüche in der Biografie, schwere Schulden, Auffälligkeiten im PMO-Test.

4. Vorstrafen

Die Bundeswehr hat Zugang zum Bundeszentralregister — auch zu Einträgen, die im normalen Führungszeugnis nicht erscheinen. Schwere Gewaltdelikte, Sexualdelikte und ein positiver Drogentest sind absolute Einstellungshindernisse. Bei leichteren Vergehen oder lange zurückliegenden Vorfällen ohne Gewaltbezug entscheidet das BAPersBw im Einzelfall (§ 53 BZRG; r/bundeswehr, Mai 2025).

5. Fehlender oder unzureichender Schulabschluss

Laufbahn Mindestabschluss
FWDL / Mannschaft (SaZ) Erfüllte Vollzeitschulpflicht
Unteroffizier Hauptschulabschluss
Feldwebel Hauptschulabschluss + Berufsausbildung oder Realschulabschluss
Offizier Fachhochschulreife oder Abitur

Einen vollständigen Überblick aller Voraussetzungen: Bundeswehr Voraussetzungen 2026.

6. Hörtest und Sehtest

Beim Sehtest gelten genaue Grenzwerte: T1 erlaubt bis zu ±3,0 dpt sphärisch / ±2,0 dpt zylindrisch. T2 bis zu +8,0 dpt sphärisch / ±5,0 dpt zylindrisch. Darüber (z. B. Keratokonus) → T5. Wichtig: 24 Stunden vor dem Test keine normalen Kontaktlinsen tragen, Nachtlinsen eine Woche vorher absetzen, Laserkorrektur mindestens drei Monate zurückliegend (einstellungstest-bundeswehr.de).

7. Tattoos (ZDv A-2630/1)

Die ZDv A-2630/1 regelt das äußere Erscheinungsbild. Erlaubt: Tattoos auf Armen, Beinen, Rumpf — sofern die Motive einwandfrei sind. Absolutes KO: Tattoos mit extremistischen, rassistischen, sexistischen oder verfassungsfeindlichen Motiven — unabhängig von der Körperstelle. Generell tabu und regelmäßig ablehnungsrelevant: Tattoos an Hals, Händen und im Gesichtsbereich, da sie im Dienst nicht abdeckbar sind. Sichtbare Tattoos im Bereich des T-Shirt-Ärmels werden im Einzelfall bewertet. Das Motiv zählt immer — aber die Stelle spielt besonders bei Hals, Händen und Gesicht ebenfalls eine entscheidende Rolle (ZDv A-2630/1).

Tobi-Tipp 2: Welche Tattoo-Stellen sind tatsächlich Show-Stopper?

Das Motiv schlägt die Stelle — immer. Absolute KO-Motive unabhängig vom Körperbereich:
  • Symbole verfassungsfeindlicher Organisationen (Hakenkreuz, SS-Runen etc.)
  • Rassistische oder sexistische Darstellungen
  • Gewaltverherrlichende Motive
Generell ablehnungsrelevant (keine automatische Prüfung, aber hohe Hürde):
  • Tattoos im Gesicht
  • Tattoos am Hals, die im Dienstanzug nicht abgedeckt werden können
  • Tattoos an den Händen
Im Einzelfall bewertet:
  • Sichtbare Tattoos im T-Shirt-Ärmel-Bereich (Unterarm, Oberarm) bei einwandfreiem Motiv
Wenn du dir nicht sicher bist: Ruf vor der Bewerbung beim Karrierecenter an (0800 980 08 80, kostenlos) und schildere neutral, was du wo hast. Die geben eine erste Einschätzung — ohne Bewerbungskonsequenz.

8. Übergewicht — WHtR statt BMI

Seit Juli 2018 gilt nicht mehr der BMI, sondern das WHtR-Verfahren (Waist-to-Height Ratio = Taillenumfang ÷ Körpergröße) — präziser für Bauchfettverteilung (Bundestag-Drucksache 19/26008, Januar 2021).

Grenzwerte (15–40 Jahre): WHtR 0,40–0,50 = Normalgewicht; 0,51–0,56 = Übergewicht; 0,57–0,68 = Adipositas I; über 0,68 = Adipositas II → T5/Ablehnung. Körpergröße: 155–210 cm. Körpergewicht: 45–130,9 kg.

Tobi-Tipp 3: WHtR-Selbstcheck vor der Bewerbung

Zwei Minuten, kein Gerät nötig:
  1. Taillenumfang messen: Mitte zwischen unterster Rippe und Beckenkamm, in Ausatmungsstellung.
  2. Körpergröße in cm nehmen (z. B. 178 cm).
  3. WHtR = Taillenumfang (cm) ÷ Körpergröße (cm)
Beispiel: 85 cm Taille ÷ 178 cm = 0,477 → Normalgewicht ✅
Beispiel: 102 cm Taille ÷ 178 cm = 0,573 → Adipositas I ⚠️

Liegt dein WHtR über 0,57: Jetzt anfangen. Sechs bis acht Wochen konsequentes Ausdauertraining und Ernährungsanpassung senken den Wert messbar. Der Bundeswehrarzt misst das selbst — schummeln geht nicht.

9. Psychische Vorerkrankungen

Psychische Erkrankungen werden einzelfallbezogen bewertet. Häufige T5-Gründe: mittelgradige bis schwere Depressionen mit Medikamentenpflicht, Psychosen, PTBS, Suizidgefährdung (absolutes KO), somatoforme Störungen, anamnestisch angegebener Drogengebrauch oder Abhängigkeit. Die Erkrankungen werden bereits im Gesundheitsfragebogen abgefragt. Wer sie verschweigt und das auffliegt, riskiert dienstrechtliche Konsequenzen (r/bundeswehr, Januar 2025).

10. BFT (Basis-Fitness-Test) — nur noch für Offizieranwärter 2026

Wichtige Klarstellung: Der BFT ist bei der regulären Musterung im Karrierecenter für alle Bewerber außer Offizieranwärtern seit 2026 weggefallen. Er wird 2026 ausschließlich für Offizieranwärter im Assessment-Center-Verfahren beim ACFüKrBw in Köln verlangt. Für aktive Soldaten bleibt der jährliche BFT davon unberührt — das ist ein anderes Verfahren (r/bundeswehr, März 2026; bft-bundeswehr-2026.html).

Der Ablehnungsbescheid — was drin steht

Du hast den Brief. Was steht da, und was bedeutet das?

Ein typischer Ablehnungsbescheid enthält:

Den ablehnenden Verwaltungsakt mit Aktenzeichen und Datum. Den Grund — manchmal klar (T-Grad, CAT-Ergebnis), manchmal vager („Eignungsvoraussetzungen nicht erfüllt"). Den Satz: „Die Ablehnung hat grundsätzlich zwei Jahre Bestand." Merke dir das. Und die Rechtsbehelfsbelehrung mit der Widerspruchsfrist.

Was du sofort tun solltest:

Widerspruch einlegen — so geht's richtig

Rechtliche Grundlage: § 70 VwGO

Du kannst Widerspruch einlegen. Grundlage ist § 70 Abs. 1 VwGO:

„Der Widerspruch ist innerhalb eines Monats, nachdem der Verwaltungsakt dem Beschwerten bekanntgegeben worden ist, schriftlich […] bei der Behörde zu erheben, die den Verwaltungsakt erlassen hat."

Frist, Form, Adressat

BAPersBw — Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
Alte Heerstraße 81, 53757 Sankt Augustin

Tobi-Tipp 1: Widerspruch-Checkliste — was rein muss

  • ✅ Vollständige Personalien (Name, Geburtsdatum, Adresse, Kontakt)
  • ✅ Bezug auf den Bescheid: Datum + Aktenzeichen (steht oben rechts im Brief)
  • ✅ Klare Erklärung: „Hiermit lege ich Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid vom [Datum], AZ [XXX], ein."
  • ✅ Sachliche Begründung: Warum ist die Entscheidung falsch oder fehlerhaft?
  • ✅ Beweismittel bei medizinischer Ablehnung: neue zivilfachärztliche Gutachten, aktuelle Befundberichte
  • ✅ Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht (bei medizinischen Fällen — sonst kann die Wehrbeauftragte nicht ermitteln)
  • ✅ Datum und Unterschrift
Hinweis: Das ist allgemeine Information, kein Rechtsrat. Bei komplexen Fällen — besonders wenn du klagst — zieh einen Anwalt für Verwaltungsrecht hinzu.

Erfolgsaussichten — ehrlich bewertet

Bei medizinischer Ablehnung (T3/T5): Gering, wenn du kein neues zivilfachärztliches Gutachten vorlegst, das die Diagnose des Bundeswehrarztes fundiert in Frage stellt. Der Militärarzt hat einen Beurteilungsspielraum, den Verwaltungsgerichte respektieren (VG Bayreuth B 5 K 21.696, August 2022; BVerwG 1 WB 8.18, Januar 2019).

Bei T4 (vorübergehend): Sinnvoll, wenn du ein aktuelles Attest hast, das Ausheilung belegt. In der Community gibt es bestätigte Fälle: T4 → Facharzt → Nachmusterung → T2.

Bei Verfahrensfehlern: Realistische Chancen — aber meistens auf ein Neuverfahren, nicht automatisch auf Einstellung.

Klageweg: Nach Ablehnung des Widerspruchs: Verwaltungsgericht (§ 126 BBG). Zeitaufwendig, teuer, selten erfolgreich außer bei klaren Verfahrensfehlern.

Ein Widerspruch ohne neue Fakten ist fast immer Zeitverschwendung. Das sage ich dir direkt — und nicht, um dich zu entmutigen, sondern damit du weißt, worauf du deine Energie besser verwenden kannst.

Zweite Chance — wann du dich neu bewerben kannst

Sperrfristen

📱 Tipp: Smartphone ins Querformat drehen, falls die Tabelle abgeschnitten erscheint.

Ablehnungsgrund Wartezeit
CAT-Test nicht bestanden (1. Mal) Neubewerbung nach 6 Monaten; Testergebnis gilt 2 Jahre
CAT-Test nicht bestanden (2. Mal) 2 Jahre Sperrfrist
BFT nicht bestanden (Offizierslaufbahn, ACFüKrBw Köln) 6 Monate
Allgemeine Ablehnung (laufbahnspezifisch) Grundsätzlich 2 Jahre
T4 (vorübergehend untauglich) Nach Ausheilung → Nachmusterung beantragen
T5 (dauerhaft untauglich) Keine erneute Einstellung möglich

Quellen: Ablehnungsschreiben Bundeswehr; einstellungstest-bundeswehr.de CAT-Test.

Andere Laufbahn — andere Truppengattung

Die Ablehnung gilt laufbahnspezifisch. Das Karrierecenter macht oft selbst ein Gegenangebot: Feldwebel-Ablehnung → Mannschaftslaufbahn als Alternative. Nimm das Gespräch an.

Außerdem: Heer, Marine, Luftwaffe, Sanitätsdienst und SKB haben unterschiedliche Anforderungsprofile. Was beim Heer nicht klappt, klappt möglicherweise bei der Marine. Direkter Anruf lohnt sich: 0800 980 08 80 (kostenlos).

Alternativen außerhalb der Bundeswehr

Was ich den Leuten in Feldkirchen immer gesagt habe: Wenn es mit dem Bund nicht klappt — und das passiert bei fast jedem zweiten Bewerber — ist das kein Urteil über dich als Mensch. Das ist ein Urteil über einen Moment, über einen T-Grad, über ein Testergebnis. Manchmal verändert sich der Moment. Manchmal musst du den Plan B wirklich ernst nehmen. Und der Plan B ist nicht schlechter als die Bundeswehr. Er ist nur anders — und für viele der ehrlich bessere Weg.

Bundespolizei

Schutz von Grenzen, Bahnanlagen, Flughäfen — viele Anforderungen überschneiden sich mit der Bundeswehr. Mittlerer Dienst: Mindestens Realschulabschluss (oder HS + Berufsausbildung), Mindestalter 16, Höchstalter 27 (Ausnahmen bis 35). Gehobener Dienst: Abitur/Fachabitur, Höchstalter 33 (Ausnahmen bis 41). Schwimmabzeichen Bronze, einwandfreies Führungszeugnis, deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft. Ganzjährige Bewerbung möglich (komm-zur-bundespolizei.de, März 2026).

Zoll

Mittlerer Dienst: HS + Berufsausbildung oder Realschulabschluss; Mindestalter 16, Höchstalter 49. Gehobener Dienst: Abitur/Fachabitur, duales Studium. Bewerbungszeitraum: bis 15. Oktober für Einstellung am 1. September des Folgejahres (zoll.de, 2025).

Justizvollzug (JVA)

Beamtenstatus, klare Struktur. Anforderungen je nach Bundesland. Typisch: HS + Berufsausbildung oder Realschulabschluss; Mindestalter 21 (NRW: 18), Höchstalter meist 40; einwandfreies Führungszeugnis; amtsärztliche Untersuchung. Direktbewerbung bei der zuständigen JVA möglich (justiz-karriere.nrw).

Reservist und Heimatschutz

Wer als aktiver SaZ-Bewerber abgelehnt wurde, kann sich als ungedienter Reservist im Heimatschutz bewerben. Der Heimatschutz ist kein Trostpreis: Du absolvierst eine echte militärische Grundausbildung, trägst die Uniform der Bundeswehr und bist Teil der Landesverteidigung — allerdings auf Teilzeitbasis neben Beruf oder Ausbildung. Die Ausbildung Ungedienter läuft 2026 mit rund 1.000 Plätzen weiter. Voraussetzungen: Deutsche Staatsbürgerschaft, einwandfreies Führungszeugnis, körperliche und geistige Fitness, zwischen 18 und 57 Jahren (reservistenverband.de, Oktober 2025; bundeswehr.de Heimatschutzdivision, März 2026).

Wer wegen T3 als SaZ abgelehnt wurde, aber für FWDL tauglich ist: Direktbewerbung als FWDL ist möglich und der direkteste Weg, trotzdem in Uniform anzufangen.

Neuer Wehrdienst 2026 und FWDL-Einstieg

Seit dem 1. Januar 2026 gilt das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz. Alle deutschen Männer ab Geburtsjahrgang 2008 erhalten mit 18 Jahren einen Pflicht-Fragebogen. Wer als tauglich eingestuft wird — auch mit T2 oder T3 — kann sich als FWDL für 6–11 Monate verpflichten. Ab 12 Monaten bis 23 Monate Verpflichtungszeit gilt der Dienst als SaZ kurz. Wer eine gescheiterte SaZ-Bewerbung hinter sich hat, aber für FWDL tauglich ist, kann über diesen Weg einsteigen — den Fuß in die Tür kriegen, sich in der Grundausbildung beweisen und sich danach erneut für SaZ bewerben (bundeswehr.de Neuer Wehrdienst, Dezember 2025; tagesschau.de, Januar 2026).

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FAQ

Die häufigsten Gründe: medizinische Untauglichkeit (T3 für SaZ, T5 dauerhaft), CAT-Test nicht bestanden, Auffälligkeiten in der Sicherheitsüberprüfung, Vorstrafen, fehlender Schulabschluss, Seh- oder Hörprobleme über den Grenzwerten, Tattoos mit verbotenen Motiven, Übergewicht nach WHtR. Rund 70 % der Bewerber erhalten keinen positiven Einstellungsbescheid.

Grundsätzlich zwei Jahre — das steht im Bescheid. CAT-Test-Ablehnung: Testergebnis gilt zwei Jahre, Neubewerbung frühestens nach sechs Monaten. T5 (dauerhaft untauglich): keine zeitliche Sperrfrist — eine Einstellung als Soldat ist dauerhaft nicht möglich.

Ja. Frist: ein Monat ab Zustellung (§ 70 VwGO). Schriftlich, per Einschreiben mit Rückschein, an das zuständige Karrierecenter oder das BAPersBw (Alte Heerstraße 81, 53757 Sankt Augustin). Ohne neue Fakten sind die Erfolgsaussichten bei medizinischen Ablehnungen gering.

Verwendungsfähig mit stärkeren Einschränkungen. Seit dem 3. Juli 2018 wieder für FWDL nutzbar. Als SaZ in der Regel nicht einstellbar. Auslandsverwendungen meist ausgeschlossen. T3 ist kein Urteil über deine Person — er beschreibt deine militärische Verwendbarkeit in einem bestimmten Rahmen.

Ja. Die Ablehnung gilt laufbahnspezifisch. Das Karrierecenter macht oft selbst ein Gegenangebot. Auch andere Teilstreitkräfte (Marine, Luftwaffe, Sanitätsdienst, SKB) lohnen sich zu prüfen.

Ja, in der Regel. Erlaubt sind Tattoos auf Armen, Beinen und Rumpf, solange die Motive nicht extremistisch, rassistisch, sexistisch oder verfassungsfeindlich sind. Tattoos an Hals, Händen und im Gesicht sind nach ZDv A-2630/1 generell ablehnungsrelevant, da sie im Dienst nicht abdeckbar sind. Sichtbare Tattoos im T-Shirt-Ärmel-Bereich werden bei einwandfreiem Motiv im Einzelfall bewertet.

CAT-Test nicht bestanden: frühestens nach 6 Monaten. T4 (vorübergehend): nach Ausheilung → Nachmusterung. T5 (dauerhaft): keine erneute Einstellung möglich. Allgemeine Ablehnung: grundsätzlich 2 Jahre, danach erneute Bewerbung möglich — ggf. andere Laufbahn oder Teilstreitkraft.

Quellen & Rechtsgrundlagen

Primärquellen zuerst. Alle Links abgerufen am 22. Mai 2026.

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Tobi H. verifiziert
Stabsunteroffizier a.D., 8 Jahre Heer. Tobi hat als Ausbilder in der Grundausbildung Feldkirchen viele Bewerber begleitet. Er schreibt bei Soldatsein über Bewerbung, Ausbildung und alles, was in keinem Handbuch steht.