Briefe in der Grundausbildung: So halten Familien Kontakt

Der Morgen, an dem mein Sohn seinen Rucksack gepackt hat und zur Bundeswehr gegangen ist, war für mich seltsam still. Ich wusste, dass er irgendwo in Deutschland ankommen, sich melden und dann — verschwinden würde. In dieser Stille, die dann tatsächlich kam, haben mich die ersten drei Tage ohne Nachricht fast aufgerieben. Kein Anruf, keine WhatsApp, nichts. Ich habe mir damals alle möglichen Szenarien ausgemalt. Später hat mir mein Sohn erklärt, dass er am ersten Abend schlicht zu erschöpft war, um das Handy in die Hand zu nehmen — und dass der Dienst ohnehin bis weit nach 20 Uhr ging. Das war der Moment, in dem ich verstanden habe: Die Grundausbildung verläuft nach anderen Regeln als unser Alltag zuhause. Wer das weiß, kann die Stille besser ertragen. Dieser Artikel ist für alle Eltern, die gerade an diesem Punkt stehen — oder bald dort sein werden.

Falls Sie noch ganz am Anfang stehen und sich fragen, was Ihr Kind bei der Bundeswehr überhaupt erwartet, lesen Sie zunächst unseren Eltern-Überblick zur Grundausbildung.

Warum die Stille der ersten Tage normal ist

Ich weiß, wie sich diese Stille anfühlt. Man greift zum Handy, sieht keine Nachricht, und fragt sich, ob irgendetwas nicht stimmt. Die Wahrheit ist: In den ersten zwei bis drei Wochen der Grundausbildung ist Funkstille die Regel, nicht die Ausnahme.

Ihr Kind steht von Montag bis Freitag um 5:00 Uhr morgens auf. Die Ausbildung beginnt um 7:00 Uhr. Der reguläre Dienstschluss liegt bei 16:30 Uhr — freitags bereits um 11:00 Uhr. Aber das sind Richtwerte, keine Garantien. Bei Übungen, Diensten und Spätaufgaben kann der Abend bis 22:00 Uhr verplant sein. Was bleibt dann noch für ein Telefonat mit der Familie? Oft sehr wenig.

Hinzu kommt der mentale Druck der ersten Wochen. Neue Strukturen, neue Menschen, neue Regeln, körperliche Erschöpfung. Mein Sohn hat mir später erzählt, dass er abends manchmal einfach nur auf seiner Stube — so heißt das Zimmer, das er sich mit seinen Kameraden teilt — liegen und nichts tun wollte. Das Handy blieb unberührt.

Das Bundeswehr-Elternhandbuch formuliert es so: „Keine Nachricht ist meistens eine gute Nachricht." Das klingt banal, hilft aber tatsächlich. Wenn etwas ernsthaft schiefgehen würde, würden Sie informiert werden. Schweigen bedeutet fast immer: Es läuft.

Alles zur Vorbereitung auf diese Phase finden Sie in unserem Artikel zur Grundausbildungs-Vorbereitung.

Melanie-Tipp — Erreichbarkeit vorher vereinbaren: Vereinbaren Sie schon vor dem Dienstantritt Ihres Kindes ein realistisches Erreichbarkeits-Fenster: „Ich melde mich, wenn ich kann — spätestens am Wochenende." Das nimmt beiden Seiten den Druck. Kein täglicher Anruf als Erwartung, sondern Kontakt, wenn er möglich ist.

Handynutzung in der Grundausbildung 2026

Eine der häufigsten Fragen, die ich von anderen Eltern höre: „Darf mein Kind überhaupt das Handy behalten?" Die kurze Antwort: Ja. Es gibt keine generelle Abgabepflicht.

Das Handy darf mitgenommen werden. Während der Dienstzeit — also in Ausbildungsblöcken, Unterricht und Sport — liegt es ausgeschaltet im Spind. Das ist die Regel an den meisten Standorten. Nach Dienstschluss, auf der Stube und am Wochenende ist die Nutzung in der Regel frei.

Es gibt aber Einschränkungen, die Eltern kennen sollten:

In Sicherheitsbereichen und auf dem Schießstand ist das Handy komplett verboten. Das ist nicht verhandelbar und gilt überall. Fotografieren auf militärischem Gelände ist ohne ausdrückliche Erlaubnis ohnehin verboten.

In Übungsphasen und beim Biwak — also wenn die Ausbildung ins Gelände geht — kann das Handy mehrere Tage nicht erreichbar sein. Mein Sohn war einmal vier Tage komplett offline. Ich war vorbereitet, weil er es mir vorher gesagt hatte. Wenn Sie das nicht wissen, macht das eine Woche Schweigen nochmal schwerer.

Der Zugführer entscheidet. Es gibt keine bundeswehrweite Einheitsregel für die Handynutzung. Manche Ausbilder lassen das Handy am Abend frei, andere sammeln es zeitweise ein. Was konkret gilt, erfährt Ihr Kind in den ersten Tagen — und sollte Sie beim ersten Telefonat informieren.

WLAN ist in den wenigsten Kasernen für Rekruten verfügbar. Ihr Kind ist fast immer auf mobile Daten angewiesen. Eine ausreichende Datenflatrate lohnt sich.

Melanie-Tipp — Übungsphasen ankündigen lassen: Vereinbaren Sie vor dem Dienstantritt, dass Ihr Kind Ihnen kurz Bescheid gibt, bevor es in eine mehrtägige Übungsphase geht. So wissen Sie, warum das Handy schweigt — und wie lange das wahrscheinlich dauert. Auch eine kurze Sprachnachricht vorab hilft enorm.

Briefe schreiben: Die richtige Adresse

Als mein Sohn in der dritten Woche zum ersten Mal anrief, hat er mir erzählt, dass er meinen Brief zwei Tage vorher bekommen hatte — und ihn mehrfach gelesen hat. Das hat mich überrascht. Ich dachte, in Zeiten von WhatsApp sei ein Papierbrief altmodisch. Für ihn war er offenbar das Gegenteil davon.

Ein handgeschriebener Brief kann auf der Stube gelesen werden, wann immer Zeit ist. Er liegt da. Er ist greifbar. Er kommt von zuhause. Das hat einen anderen Charakter als eine Nachricht auf dem Bildschirm.

Die Dienstanschrift — so geht es richtig

Die korrekte Adresse für Briefe und Pakete ist die Dienstanschrift der Kaserne, ergänzt um Kompanie und Zug Ihres Kindes. Diese Adresse teilt Ihr Kind Ihnen beim ersten Kontakt mit — die genauen Angaben bekommt es am ersten Tag.

Das Format sieht so aus:

Rekrut Max Mustermann
3. Kompanie, 2. Zug
[Einheit / Bataillon]
[Kasernenname]
[Straße Hausnummer]
[PLZ Ort]

Wichtige Hinweise zur Adressierung:

Eine Übersicht der Bundeswehr-Standorte, an denen Grundausbildung stattfindet, finden Sie in unserem Artikel zu den Bundeswehr-Standorten.

Was ist mit der Truppenpostnummer?

Immer wieder fragen Eltern, ob sie eine Truppenpostnummer brauchen. Die Antwort ist klar: Nein — nicht für die Grundausbildung in Deutschland.

Die Truppenpostnummer (auch Feldpost-Nummer genannt) ist ausschließlich für Auslandseinsätze relevant. Post in den Einsatz läuft über die Feldpostleitstelle in Darmstadt (64298 Darmstadt). Für Briefe und Pakete an die Kaserne hier in Deutschland ist das alles irrelevant. Normale Kasernenadresse — fertig.

Pakete an Rekruten: Was rein darf — und was nicht

Das Päckchen mit Süßigkeiten, das ich meinem Sohn in der zweiten Woche geschickt hatte, kam zerdrückt und mit aufgerissenem Klebeband zurück. Warum, weiß ich bis heute nicht genau. Seither packe ich fester und klebe doppelt.

Pakete in die Kaserne zu schicken ist grundsätzlich kein Problem. Es gibt keine bürokratischen Hürden. Die Sendung landet am Kasernentor, wird intern weitergeleitet und kommt — meistens — bei Ihrem Kind an.

Was gut funktioniert

Erlaubt und bei Rekruten sehr beliebt:

Was nicht rein gehört

Die Bundeswehr versorgt Rekruten gut mit dem Grundbedarf. Ein Päckchen ist kein Überlebenspaket — aber es ist ein Zeichen, das ankommt. Manchmal wörtlicher als erwartet.

Was Ihr Kind selbst von zuhause mitbringen muss, finden Sie in unserer Packliste für die Grundausbildung.

Telefonzeiten und Video-Calls: Wann ist Ihr Kind erreichbar

📱 Tipp: Smartphone ins Querformat drehen

Kontaktweg Typisch möglich Realistisches Zeitfenster Einschränkungen
Telefonat Abends, Wochenende Ab ca. 19:00 Uhr Dienst kann bis 22:00 Uhr gehen
WhatsApp / SMS Abends, Wochenende Ab ca. 19:00 Uhr Bei Übungen: mehrere Tage offline
Video-Call Wochenende Freitag ab Dienstschluss bis Sonntag Abhängig von WLAN-Verfügbarkeit
Brief (Post) Jederzeit senden Laufzeit 1–3 Tage + interne Weiterleitung Keine Sofort-Rückmeldung
Päckchen / Paket Jederzeit senden Laufzeit je Versandweg Interne Weiterleitung dauert

Was diese Tabelle sagt: Erwarten Sie bitte keine täglichen Anrufe. Das wäre schön — ist aber realistisch in den wenigsten Fällen machbar. Der Tagesrhythmus in der Grundausbildung lässt das nicht zu.

Wecken ist um 5:00 Uhr morgens. Die Ausbildung beginnt um 7:00 Uhr. Regulärer Dienstschluss ist 16:30 Uhr — aber das gilt nicht für Tage mit Übungen, Wachdienst oder Spätveranstaltungen. Dann geht der Dienst deutlich länger. Wenn Ihr Kind um 22:00 Uhr seinen Dienst beendet, ist ein Anruf danach eher die Ausnahme.

Die realistischsten Zeitfenster:

Mein Sohn hat in der dritten Woche das erste Mal angerufen — ein kurzes Gespräch, abgehetzt, aber er war da. Und das hat gereicht.

Vereidigung und erste Heimfahrt

Wann kommt Ihr Kind das erste Mal nach Hause?

Die ersten Wochen in der Grundausbildung laufen ohne Wochenend-Heimfahrt. Das erste Wochenende ist an vielen Standorten noch dienstlich belegt: Ausrüstungsausgabe, Sport, organisatorische Aufgaben. Viele Eltern rechnen damit nicht und sind überrascht, wenn Ihr Kind am ersten Wochenende nicht kommen kann.

Ab dem zweiten Wochenende beginnt in der Regel der Wochenendurlaub — freitags nach Dienstschluss kann nach Hause gefahren werden, Rückkehr am Sonntagabend. Aber: Das ist kein Recht, das immer gilt. Übungen, Biwak oder Wachdienst können auch in späteren Wochen ein Wochenende belegen. Die genaue Regelung für die ersten Wochen steht im Begrüßungsschreiben, das Ihr Kind vor dem Dienstantritt erhält.

Ob sich eine lange Heimfahrt lohnt, hängt vom Standort ab. Wer drei Stunden von der Kaserne entfernt wohnt, kommt freitags nach dem Dienstschluss manchmal erst tief in der Nacht an. Manche Rekruten bleiben dann auch freiwillig in der Kaserne — zur Erholung.

Mehr dazu, was Ihr Kind bei der Bundeswehr erwartet und welche Themen für Familien wichtig sind, lesen Sie in unserem Artikel Ihr Kind will zur Bundeswehr.

Das feierliche Gelöbnis — Ihr erster offizieller Besuch

Am Ende der Grundausbildung — nach etwa zehn bis zwölf Wochen — findet das feierliche Gelöbnis statt. Eltern und Angehörige sind ausdrücklich eingeladen.

Das Gelöbnis findet quartalsweise statt: Ende März, Ende Juni, Ende September und Ende Dezember. Es ist ein offizieller Moment, den Sie sich freihalten sollten. Für viele Familien ist es das erste Mal, dass sie ihr Kind in Uniform sehen. Nach dem Gelöbnis ist es Soldatinnen und Soldaten erstmals gestattet, in Uniform nach Hause zu fahren.

Ein Hinweis zur Terminologie: Freiwillig Wehrdienst Leistende (FWDL) sprechen das Gelöbnis, Soldaten auf Zeit (SaZ) leisten den Diensteid. Der Unterschied ist juristisch relevant, für Familien beim Zusehen kaum spürbar.

Die Einladung zum Gelöbnis kommt rechtzeitig von der Kaserne. Notieren Sie das Datum frühzeitig — es lohnt sich.

Melanie-Tipp — Gelöbnis einplanen: Das Gelöbnis ist kein militärischer Pflichttermin für Eltern, aber ein bedeutsamer Moment. Planen Sie die Anreise rechtzeitig, gerade wenn die Kaserne weit entfernt ist. Nach dem Gelöbnis folgt meist Familienzeit am Standort. Viele Familien nutzen das für ein gemeinsames Mittagessen in der Nähe der Kaserne — gut investierte Zeit.

Familien-Patterns: WhatsApp-Gruppen ohne Erwartungsdruck

In Eltern-Foren sehe ich immer wieder, wie Familien WhatsApp-Gruppen gründen, in denen der Rekrut täglich Lebenszeichen geben soll. Ich verstehe den Impuls — ich hatte ihn selbst. Aber ich habe gelernt, dass das für beide Seiten schwierig werden kann.

Das Problem mit zu viel Erwartungsdruck: Wenn Ihr Kind nicht antwortet, machen Sie sich Sorgen. Wenn es antwortet, aber kurz und knapp, fühlt sich das falsch an. Der Rekrut auf der anderen Seite spürt die Erwartung — und das kann sich in einer ohnehin belastenden Phase wie ein zusätzliches Gewicht anfühlen.

Was besser funktioniert:

Die mentale Gesundheit von Eltern in dieser Phase wird oft unterschätzt. Wenn die Sorge zur dauerhaften Belastung wird, sprechen Sie mit anderen Bundeswehr-Familien im Eltern-Bereich der soldatsein.app.

Was Sie als Eltern jetzt schreiben können

Der erste Brief ist der schwerste. Ich saß vor einem leeren Blatt und wusste nicht, wie ich anfangen sollte. Zu viel Sorge? Zu viel Normalität? Am Ende habe ich geschrieben, was ich wirklich dachte — und das war das Richtige.

Konkrete Vorschläge für den ersten Brief:

Schreiben Sie über Alltägliches. Was ist zuhause passiert? Wie geht es dem Hund, den Geschwistern, den Großeltern? Die kleine Geschichte aus dem Supermarkt, das Wetter, ein Witz, den Sie gehört haben — all das verbindet Ihr Kind mit zuhause, ohne es zu belasten.

Was Sie nicht schreiben sollten: Keine langen Sorgen-Passagen. Ihr Kind kann in der Grundausbildung nichts daran ändern — und es wird sich schlecht fühlen, wenn es das liest. Schreiben Sie Ihren Sorgen einen Satz, dann lassen Sie es dabei: „Ich vermisse dich, und ich freue mich, wenn du dich meldest."

Einige konkrete Eröffnungssätze, die gut funktionieren:

Zu den Fakten: Wenn Ihr Kind konkrete Fragen hat — zum Gehalt, zur Krankenversicherung, zur Heimfahrt — beantworten Sie die ruhig schriftlich. Der Brief muss nicht nur emotional sein. Manchmal ist es beruhigend, praktische Informationen schwarz auf weiß zu lesen.

Zum Thema Gehalt in der Grundausbildung und was das für Ihre Familie bedeuten kann, lesen Sie auch unseren Artikel Bundeswehr-Gehalt für Eltern.

Schreiben Sie regelmäßig — auch wenn keine Antwort kommt. Mein Sohn hat mir später erzählt, dass er jeden Brief aufgehoben hat. Die Antworten kamen manchmal mit zwei Wochen Verspätung. Aber sie kamen.

Häufige Fragen

Realistisch ist Kontakt abends ab etwa 19:00 Uhr und am Wochenende. Tagsüber liegt das Handy im Spind und ist ausgeschaltet — das ist während der Dienstzeit Pflicht. Abends, auf der Stube, ist die Nutzung in der Regel erlaubt, aber der Dienst kann auch bis 22:00 Uhr gehen.

Erwarten Sie keine täglichen Anrufe. Was funktioniert: eine Verabredung vor dem Dienstantritt, zu welchem festen Zeitfenster Ihr Kind versuchen wird, sich zu melden — zum Beispiel freitagabends. Das nimmt den täglichen Druck heraus.

Ja. Es gibt keine generelle Abgabepflicht. Das Handy muss während der Dienstzeit (Ausbildung, Unterricht, Sport) ausgeschaltet im Spind bleiben. Nach Dienstschluss und am Wochenende ist die Nutzung auf der Stube erlaubt.

Ausnahmen: In Sicherheitsbereichen und auf dem Schießstand ist das Handy komplett verboten. Bei Übungen im Gelände und beim Biwak kann es mehrere Tage keine Verbindung geben. Die genaue Handhabung liegt im Ermessen des Zugführers — es gibt keine bundeswehrweite Einheitsregelung.

Das korrekte Format ist:

Rekrut [Vorname] [Nachname]
[Kompanie], [Zug]
[Einheit / Bataillon]
[Kasernenname]
[Straße Hausnummer]
[PLZ Ort]

Die genaue Adresse — Straße, PLZ, Kaserne, Kompanie, Zug — teilt Ihnen Ihr Kind beim ersten Kontakt mit. Fragen Sie beim ersten Telefonat konkret danach. Ohne vollständige Adressierung kann der Brief intern nicht zugestellt werden.

Erlaubt und beliebt: Lieblingssnacks, Schokolade, Gummibärchen, Chips, Hygieneartikel in den Lieblingsmarken, handgeschriebene Briefe, Fotos von zuhause, eine Mehrfachsteckdose, eine Powerbank.

Nicht schicken: Alkohol (generell verboten), sperrige Gegenstände (kein Platz auf der Stube), Dinge, die bei einer Stubenkontrolle auffallen könnten.

Die Bundeswehr versorgt Rekruten mit dem Grundbedarf. Das Päckchen ist ein Zeichen — es ist kein Überlebenspaket und muss nicht groß sein. Ein Brief darin reicht oft schon.

In der Regel ab dem zweiten Wochenende. Das erste Wochenende ist an vielen Standorten noch dienstlich belegt. Ab dem zweiten Wochenende beginnt typischerweise der Wochenendurlaub — Abfahrt freitags nach Dienstschluss, Rückkehr sonntags.

Das ist aber kein Recht, das immer gilt. Übungen, Biwak und Wachdienst können auch in späteren Wochen ein Wochenende belegen. Die genaue Regelung für die Anfangsphase steht im Begrüßungsschreiben.

Das feierliche Gelöbnis findet gegen Ende der dreimonatigen Grundausbildung statt, also nach etwa zehn bis zwölf Wochen. Es wird quartalsweise abgehalten: Ende März, Ende Juni, Ende September und Ende Dezember. Eltern und Angehörige sind ausdrücklich eingeladen.

Das Gelöbnis ist oft das erste Mal, dass Sie Ihr Kind in Uniform sehen. Die Einladung kommt rechtzeitig von der Kaserne. Freiwillig Wehrdienst Leistende (FWDL) sprechen dabei ein Gelöbnis, Soldaten auf Zeit (SaZ) leisten den Diensteid.

Beim Heer dauert die Basisausbildung sechs Monate, bei Luftwaffe, Marine und anderen Teilstreitkräften in der Regel drei Monate — der Zeitpunkt des Gelöbnisses variiert entsprechend.

Nein. Die Truppenpostnummer — auch Feldpost genannt — gilt ausschließlich für Auslandseinsätze. Post in den Einsatz läuft über die Feldpostleitstelle in 64298 Darmstadt. Für Briefe und Pakete in eine Kaserne in Deutschland während der Grundausbildung reicht die normale Postanschrift der Kaserne vollkommen aus. Nicht jede Kaserne hat überhaupt eine Truppenpostnummer.

Quellen & Rechtsgrundlagen

Für Familien, die mehr wissen wollen.

Haben Sie Fragen oder möchten Sie mit anderen Bundeswehr-Familien in Kontakt treten? Im Eltern-Bereich der soldatsein.app finden Sie Informationen, die speziell für Familien aufbereitet sind — von den ersten Wochen in der Grundausbildung bis zur Zeit in der Stammeinheit.

Ich drücke Ihnen die Daumen — und Ihrem Kind.
— Melanie V.

Autorin
Bundeswehr-Mutter. Ihr Sohn ist aktiver Soldat mit Einsatzerfahrung. Melanie V. ist keine ehemalige Soldatin — sie schreibt aus der Perspektive einer Mutter, die den gesamten Weg ihres Sohnes von der Bewerbung bis zum Einsatz begleitet hat. Warmherzig, ehrlich, ohne Beschönigung. ✓ Verifiziert