Packliste Bundeswehr Grundausbildung 2026: Komplette Checkliste (PDF + App)

In meiner ersten Stube als Ausbilder in Feldkirchen kam Mike mit einem 80-Liter-Trekkingrucksack und drei Markenkoffer an. Drei Koffer. Als hätte er sich für einen Urlaub auf Mallorca gepackt, nicht für die Grundausbildung. Das erste, was der Spieß sagte, als er die Tür aufmachte: „Wer bist du, ein Reiseblogger?“ Mike hat nie vergessen, was danach kam — die komplette Spindkontrolle dauerte 40 Minuten, weil nichts passte, nichts schloss, und er keine Ahnung hatte, was er überhaupt dabei hatte.

Falsch packen ist kein Kavaliersdelikt. Es kostet dich Zeit, Nerven und das erste Eindruck beim Ausbilder — und der erste Eindruck in der Grundausbildung zieht sich. Richtig packen dagegen bedeutet: du kommst an, weißt wo alles ist, bist in fünf Minuten für die erste Appelle bereit, und der Spieß schaut einmal kurz rein und geht wieder. Genau das willst du.

Ich hab in Feldkirchen viele Rekruten gesehen. Die, die entspannt reingestartet sind, hatten eines gemeinsam: eine vernünftige Packliste, die sie vorher abgehakt haben — nicht irgendwas aus einem veralteten Forum oder von der Mutter des Nachbarn. Deshalb gibts hier die vollständige Packliste Bundeswehr Grundausbildung 2026, Sektion für Sektion, mit allem, was du wirklich brauchst, und allem, was du auf keinen Fall mitschleppen sollst.

Zwei Wege, das zu nutzen: Entweder du hackst direkt die interaktive Checkliste in der Soldatsein-App ab — 34 Items, 5 Sektionen, immer aktuell — oder du lädst die Liste als PDF runter und druckst sie aus. Beides geht. Beides funktioniert. Los geht's.

Die offizielle Bundeswehr-Packliste 2026 — Übersicht

Die Bundeswehr hat eine offizielle Packliste als PDF, die du dir unter bundeswehr.de herunterladen kannst. Das Dokument existiert, es ist offiziell, und du solltest es kennen. Aber ich sag dir auch direkt, was das Problem damit ist: Das PDF ist trocken wie ein Sandburger, gibt keinerlei Kontext warum du bestimmte Dinge brauchst, und es wird nicht gepflegt — 2026er-Änderungen findest du dort oft erst Monate später.

Was fehlt: Mengenangaben („wie viele Socken genau?“), Insider-Hinweise („warum Bleistifte 6B?“), und vor allem die Möglichkeit, einfach abzuhaken was schon gepackt ist.

Genau dafür gibt es den Packplan in der Soldatsein-App. 34 Items in 5 Sektionen, jedes Item einzeln abhakbar, mit Mengenangaben und kurzen Erklärungen direkt dabei. Du siehst den Fortschritt in Echtzeit („8/8 erledigt“) und bekommst keine böse Überraschung beim Einpacken zwei Tage vor Dienstantritt.

Direkt zur interaktiven Checkliste

34 Items, 5 Sektionen, abhakbar — kostenlos, kein Login nötig.

Die offizielle Grundausbildung-Übersicht auf bundeswehr.de gibt dir außerdem einen guten Überblick, was dich in den ersten Wochen erwartet. Mehr zu den konkreten Abläufen in der Basisausbildung Heer findest du in unserem detaillierten Artikel dazu.

Die Packliste Bundeswehr Grundausbildung besteht im Kern aus fünf Bereichen:

Jetzt Sektion für Sektion.

Dokumente & Unterlagen — was wirklich Pflicht ist

Das ist der Teil, bei dem ich als Ausbilder die meisten Pannen erlebt habe. Nicht weil Rekruten doof sind — sondern weil niemand vorher klar erklärt hat, was genau gemeint ist. Hier also Klartext:

Die 8 Pflicht-Dokumente

1. Dienstantrittsbescheid (Original, niemals Kopie)
Das ist das Schreiben, das du per Post von der Bundeswehr bekommen hast. Original bedeutet: das Blatt Papier mit dem Stempel und der Unterschrift, nicht der Scan auf deinem Handy. Der Spieß nimmt dir das beim Eincheck-Prozess ab.

2. Personalausweis (gültig, nicht abgelaufen)
Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Ich hab erlebt wie jemand mit einem Ausweis aufschlug, der vor drei Monaten abgelaufen war. Das war ein halber Diensttag Papierkram. Check das Ablaufdatum heute, nicht am Tag vorher.

3. Abschlusszeugnisse (beglaubigte Kopien)
Hauptschul-, Realschul- oder Abitur-Zeugnis — je nach deiner Qualifikation. Beglaubigte Kopie heißt: Stempel des Bürgerbüros oder einer Behörde auf der Kopie, nicht einfach selbst kopiert.

4. Rentenversicherungsnummer (Sozialversicherungsausweis)
Der kleine weiße oder gelbe Ausweis von der Deutschen Rentenversicherung. Wenn du ihn nie gebraucht hast und nicht weißt wo er ist: Such ihn jetzt. Ohne ihn wird die Einmeldung bei der Bundeswehr aufwendiger.

5. Steuer-ID (11-stellige Nummer, vom Finanzamt)
Diese Nummer steht auf deinen Lohnsteuerbescheiden oder auf einem Brief des Bundeszentralamts für Steuern, den du irgendwann nach der Geburt bekommen hast. Ohne Steuer-ID wird dein Sold verzögert. Das ist kein Witz — das Lohnbüro kann die Abrechnung erst beginnen, wenn die Nummer da ist.

6. Personalfragebogen (komplett ausgefüllt!)
Du bekommst diesen vor Dienstantritt zugeschickt oder musst ihn herunterladen. Jedes Feld ausfüllen. Lücken oder Fehler bedeuten: Tag 1, Spieß, Stress. Nicht dein Wunsch-Einstieg.

7. Geburtsurkunde (Kopie)
Einfache Kopie reicht hier, keine Beglaubigung nötig — aber check das im Zweifel mit deiner zuständigen Dienststelle.

8. Eheurkunde (Kopie, falls zutreffend)
Relevant für Verheiratete, weil daraus Unterhaltsstufe und Trennungsgeldanspruch berechnet werden.

Tobi-Tipp — Steuer-ID nicht vergessen: Vergessene Steuer-ID = Sold verzögert sich um Wochen. Das ist kein Gerücht, das hab ich selbst miterlebt. Der Soldat bekommt erst Ende des Monats Geld, und wenn die ID fehlt, kann das Lohnbüro nicht abrechnen. Stell die Nummer schon heute in eine Notiz-App, schreib sie auf Papier, frag notfalls beim Bundeszentralamt für Steuern nach (Hotline: 0228 406-1240).

Alle 8 Dokument-Items findest du auch gesammelt in der interaktiven Packliste auf soldatsein.app/packplan — mit Checkbox und Erinnerung.

Kleidung & Sport — was du tragen sollst und was nicht

Uniform bekommst du von der Bundeswehr gestellt. Privatkleidung bringst du selbst mit — und hier machen viele einen Fehler, den ich unten auch in den Top-Fehlern nochmal anspreche.

Die 5 Kleidungs-Items

1. Privatkleidung (Ausgehuniform-Ersatz, gepflegt)
In den ersten Wochen gehst du am Wochenende, wenn Freigang erlaubt ist, in Zivil. Was du trägst, sehen die Ausbilder. „Gepflegt“ bedeutet: keine Löcher, kein ostentatives Markenbranding, nichts, das Aufmerksamkeit sucht. Ein ordentliches T-Shirt, saubere Jeans — das reicht und ist genau richtig.

2. Sportkleidung (3 Sets)
Drei komplette Sets: Shirt, kurze Hose oder Tights, Socken. Warum drei? Weil du täglich Sport machst, die Kleidung nach jedem Einsatz gewaschen werden muss, und du nicht jeden Tag waschen kannst. Der BFT (Bundeswehr-Fitness-Test) kommt in Woche 2–3, dazu mehr in unserem Artikel zum BFT Bundeswehr 2026.

3. Laufschuhe (eingelaufen — das ist keine Empfehlung, das ist ein Befehl)
Das ist der Punkt, auf den ich am härtesten bestehe. Neue Laufschuhe bedeuten Blasen. Nicht vielleicht Blasen — Blasen. Blutblasen. An einem Tag, an dem du 3 Kilometer läufst und danach weiter im Dienst bist. Ich hab Rekruten mit offenen Fersen gesehen, die sich durch die erste Woche gequält haben, weil sie dachten neue Schuhe wären besser. Lauf die mindestens 50 Kilometer ein, bevor du antritts. Das ist keine Übertreibung.

4. Freizeitkleidung (bequem, unauffällig)
Für den Stubenabend, für Momente zwischen den Diensten. Keine Dresscode-Vorgabe, aber: unauffällig ist besser. Du willst in der Gruppe ankommen, nicht auffallen.

5. Badeschlappen (Pflicht)
Gemeinschaftsduschen, Gemeinschaftstoiletten. Fußpilz ist kein Witz und in Kasernen real. Die Bundeswehr gibt dir Badeschlappen aus — aber erst in Woche 2. Die erste Woche bist du auf deine eigenen angewiesen. Pack sie ganz oben rein.

Tobi-Tipp — Laufschuhe einlaufen: Neue Laufschuhe = Blutblasen ab Tag 1. Das hab ich so oft gesehen, dass ich es jetzt in jedes Briefing schreibe. Lauf die mindestens 50 km vorher ein. Wenn du die Schuhe erst letzte Woche gekauft hast: trag sie täglich, auch nur zum Spazieren. Jede Stunde zählt. Und wenn es schon zwickt, pack Blasenpflaster extra ein.

Diese Sektion komplett im Blick: soldatsein.app/packplan — Kleidung & Sport, alle 5 Items abhakbar.

Hygieneartikel — 14 Tage autark

Der Grundsatz in der Grundausbildung: Du versorgst dich selbst, die ersten zwei Wochen. Kein Ausbilder schickt dich in die Stadt für Rasiercreme. Pack genug für 14 Tage.

Die 8 Hygiene-Items

1. Rasierer + Klingen (Mehrfach-Vorrat)
Jeden Tag rasiert antreten. Das ist keine Empfehlung — das ist Dienstvorschrift. Bring mindestens zwei Rasierer oder genug Ersatzklingen für zwei Wochen mit.

2. Rasierschaum
Klingt trivial. Ist es auch. Aber ohne Rasierschaum riskierst du Hautirritationen, die in Kombination mit körperlicher Belastung unangenehm werden.

3. Hautcreme (neutral, unparfümiert)
Deine Haut wird beansprucht — durch Kälte, Wind, tägliches Waschen und körperlichen Einsatz. Eine unparfümierte Basiscreme hält sie intakt. Parfümiert bedeutet: riecht in der Stube, zieht Kommentare.

4. Desinfektionsmittel (kleines Fläschchen)
Für Wunden, Schürfungen, kleine Cuts im Gelände. Das spart den Gang zur Sanitätsstube bei Kleinigkeiten.

5. Duschseife (2-in-1 erlaubt)
Einfachste Lösung: ein 2-in-1-Duschgel für Haar und Körper. Zwei Flaschen für 14 Tage.

6. Duschhandtuch (mindestens 2 Stück)
Eines in Benutzung, eines zum Trocknen — wechselnde Feuchtigkeit und Kasernenbedingungen bedeuten, dass eines allein schnell hygienisch bedenklich wird.

7. Handwaschmittel (Reisegröße, z.B. Rei in der Tube)
Du wäschst Sportsachen und Unterwäsche von Hand, weil die Waschmaschine nicht immer verfügbar ist oder du keine Zeit hast, Waschmarken zu organisieren. Rei in der Tube ist der Klassiker — 100 ml reichen lang.

8. Pflaster (verschiedene Größen)
Blasen, Schürfungen, kleine Wunden. Pack eine sortierte Packung ein, nicht nur Pflaster in einer Größe.

Alle 8 Items, mit Mengenangaben direkt dabei: soldatsein.app/packplan — Sektion Hygieneartikel.

Gesundheit & Versicherung — der Papierkram

Das hier ist der unspannendste Teil der Packliste — aber der mit den schlimmsten Konsequenzen, wenn etwas fehlt. Ein kurzer, wichtiger Hinweis vorab: Die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung (utV) greift erst nach deiner formalen Aufnahme in die Bundeswehr. Bis dahin bist du noch über deine private oder gesetzliche Krankenversicherung abgesichert. Bring also alle entsprechenden Nachweise mit.

Die 4 Gesundheits-Items

1. Bankkarte / IBAN-Nachweis
Der Sold — dein Gehalt — wird auf dein Konto überwiesen. Die Bundeswehr braucht deine IBAN für die Einmeldung. Bring entweder die Bankkarte mit oder einen Kontoauszug mit sichtbarer IBAN.

2. Pflegeversicherungs-Nachweis (Mitgliedsbescheinigung)
Eine aktuelle Mitgliedsbescheinigung deiner Krankenkasse, auf der auch die Pflegeversicherung ausgewiesen ist. Deine Krankenkasse schickt dir das auf Anfrage innerhalb weniger Tage.

3. Gesundheitsunterlagen (Atteste, Allergiepass, Brillenausweis)
Alles, was für deine Gesundheit relevant ist: Allergiepass, Brillen- oder Kontaktlinsenausweis, ärztliche Atteste zu Vorerkrankungen. Je besser dokumentiert, desto reibungsloser die Einmeldung beim Sanitätsdienst.

4. Impfbuch (Original, das gelbe Heft)
Das gelbe Impfheft — Original, nicht Kopie. Die Bundeswehr prüft deinen Impfstatus und ergänzt fehlende Impfungen. Wer kein Impfbuch hat, bekommt in der Regel alle Standard-Impfungen nochmal.

Tobi-Tipp — utV vs. private KV: Bis du formal aufgenommen bist, gilt deine bisherige Krankenversicherung. Die truppenärztliche Versorgung (utV) übernimmt danach alle Kosten für dienstlich bedingte und allgemeine medizinische Versorgung — aber eben erst ab dem Tag der Aufnahme. Falls du in dieser Übergangszeit einen Arzt brauchst, zahlt noch deine alte KV.

Diese Sektion in der App: soldatsein.app/packplan — Gesundheit & Versicherung.

Schreibkram & Sonstiges — die kleinen Dinge

Das ist die Kategorie, die die meisten Rekruten vergessen. Und genau deshalb ist sie in unserem Packplan explizit aufgeführt. Diese Items brauchst du im Dienst, nicht als Dekoration.

Die 9 Items für Schreibkram & Sonstiges

1. Ordner DIN A4 (schmal, 2 Ringe)
Für Dienstunterlagen, Ausgabe-Belege, Formulare. In der Grundausbildung bekommst du viel Papier. Wer es nicht sortiert, verliert den Überblick.

2. Schreibblock DIN A4 kariert
Mitschriften im Unterricht, Lageeinweisungen, Merknotizen. Liniert funktioniert, aber kariert ist der Standard.

3. Wasserfester Schreibblock A5 (für Gelände!)
Das klingt nach Spezialausrüstung — ist es aber nicht. Normales Papier überlebt im Gelände keinen Regen. Wenn du einen Auftrag aufschreibst, während es nieselt, und danach ist alles verwischt, hast du ein Problem. Wasserfeste Blöcke (z.B. von Rite in the Rain oder ähnlichem) kosten wenig und retten Informationen.

4. Kugelschreiber (mindestens 3, blau oder schwarz)
Kugelschreiber gehen verloren. Drei ist das Minimum. Blaue oder schwarze Tinte — keine bunten Stifte für offizielle Formulare.

5. Bleistifte 6B (Pflicht für Karten-Pausen)
6B klingt random, hat aber einen Grund: Im Gefechtsdienst zeichnest du Positionen auf Karten nach — auf Pauspapier, das dünn und empfindlich ist. Härtere Stifte (HB, 2H) reißen das Papier. 6B gleitet weich und hinterlässt klare Linien ohne Druck. Ich hab Rekruten erlebt, die mit einem HB-Stift aufgetaucht sind und dann mit dem Finger an der Pause gearbeitet haben, weil das Papier nicht mehr zu retten war.

6. Armbanduhr (analog bevorzugt)
Du brauchst eine Uhr im Dienst — für Zeitangaben, Dienstpläne, Nachtmärsche. Digitaluhren mit Beleuchtung können dich beim Nachtmarsch verraten, weil die Anzeige leuchtet. Eine analoge Uhr ohne Leuchtzeiger ist taktisch besser — und kostet keine 20 Euro.

7. Spindschloss 4-fach Zahlencode (5 Stück)
Mehr dazu im Tipp-Block unten.

8. Bargeld (Kleingeld + Scheine)
Münzen für Automaten, Scheine für den Fall, dass die Karte mal nicht akzeptiert wird. Mehr zu diesem Thema im FAQ-Bereich unter „Handgeld 250 Euro“.

9. „Sonstiges“ — persönliche Ergänzungen
Fotos von der Familie, ein Buch für den Abend, persönliche religiöse Gegenstände — das ist dein privater Bereich im Spind. Halt es klein, halt es privat.

Tobi-Tipp — 5 Spindschlösser: kein Witz: 5 Spindschlösser klingt übertrieben — ist es nicht. Bei einer Spindkontrolle muss jedes einzelne Fach verschlossen sein. Ein Standard-Spind hat zwei Türen (je ein Schloss), ein Oberteil mit separatem Verschluss, ein Privatfach und idealerweise eine Reserve für Tausch. Das ergibt: 2 Spindtüren + 1 Spindoberteil + 1 Privatfach + 1 Reserve = 5 Schlösser. Wer mit einem kommt, fliegt bei der Kontrolle raus. Zahlenschlösser sind Pflicht — keine Schlüsselschlösser, der Schlüssel geht verloren.

Schreibkram und Sonstiges: soldatsein.app/packplan — alle 9 Items direkt abhakbar.

Top 7 Pack-Fehler — was Rekruten regelmäßig falsch machen

Diese Fehler kommen jede Einberufungsrunde vor. Ich schreibe sie auf, damit du nicht der nächste bist, der damit aufläuft.

1. Riesenkoffer statt mittlere Tasche

Ein 80-Liter-Koffer passt nicht in den Spind. Du hast am ersten Tag keinen Lagerplatz für Gepäck außerhalb deines Spinds. Eine mittelgroße Sporttasche (40–60 Liter) reicht vollkommen aus.

2. Neue Schuhe

Schon genannt, nochmal: Neue Laufschuhe bedeuten Blasen. Keine Ausnahmen. Auch der beste Marken-Laufschuh braucht Einlaufzeit.

3. Ostentative Markenklamotten

Teure Markenjacken in der Stube signalisieren „ich will auffallen“. Auffallen ist in der Grundausbildung nie gut. Pack normale, ordentliche Klamotten — das ist alles, was du brauchst.

4. Vergessene Steuer-ID

Sold verzögert sich. Manche warten dann einen vollen Monat länger. Steuer-ID jetzt suchen, not later.

5. Nur 1 Spindschloss

Spindkontrolle = mindestens 5 Fächer müssen verschlossen sein. Mit einem Schloss = nicht bestanden. Konsequenz: Disziplinarmaßnahme, Nachkontrolle, Stress.

6. Smartphone-Hülle mit Tarn-Druck

Das klingt nach Kleinigkeit. Ist es auch. Aber es gibt in jeder Runde jemanden, dem das anhält und der damit unnötige Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dein Handy ist privat — die Hülle sollte es auch sein.

7. Zu wenig Bargeld

In der ersten Woche zahlst du deine Verpflegungskarte auf. Das kostet Geld. Dein Sold kommt am Ende des Monats. Wer mit 30 Euro ankommt, hat ein Problem. 250 Euro Handgeld sind die richtige Größenordnung — mehr dazu im FAQ.

Alle 34 Items der Packliste Bundeswehr 2026 auf einen Blick: soldatsein.app/packplan.

Was du NICHT mitbringen solltest

Das hier ist die zweite Hälfte der Packliste, die selten erklärt wird. Zu viel mitbringen ist fast so schlimm wie zu wenig.

PDF vs. App — So packst du wirklich richtig

Zwei Wege zu einer vollständigen Packliste Bundeswehr Grundausbildung: das offizielle Bundeswehr-PDF, oder die Soldatsein-App. Hier der direkte Vergleich:

Feature Bundeswehr-PDF Soldatsein-App
Aktualität Oft veraltet, keine regelmäßigen Updates Live-Update, 2026-Stand
Abhakbar Nein, drucken und manuell abhaken Ja, digital, mit Fortschrittsanzeige
Fortschritt Manuell zählen Automatisch (z.B. „0/8 erledigt“)
Mengenangaben Knapp oder gar nicht Pro Item detailliert (z.B. „3 Sets Sportkleidung“)
Ausbilder-Insights Keine Direkt dabei
Mobil nutzbar Nein Ja, immer dabei
Kostenlos Ja Ja
PDF-Export Ja (ist das PDF) Ja, auf Wunsch

Das PDF hat einen Vorteil: Es ist offiziell. Es kommt direkt von der Bundeswehr und wird von Einheiten als Referenz anerkannt. Deshalb: Kenn das Bundeswehr-PDF, aber nutz die App für den Alltag.

Jetzt direkt nutzen: Packplan in der App

34 Items, 5 Sektionen, abhakbar — kostenlos, kein Login nötig.

FAQ — 7 häufige Fragen

Die Kurzantwort: Alle offiziellen Dokumente (Dienstantrittsbescheid, Personalausweis, Zeugnisse, Steuer-ID, Impfbuch), Privatkleidung und Sportsachen für 3 Wochen, Hygieneartikel für 14 Tage, und die kleinen Dinge wie 5 Spindschlösser, Schreibmaterial und Bargeld. Die vollständige Packliste Bundeswehr Grundausbildung — alle 34 Items — findest du auf soldatsein.app/packplan. Mehr zu den Voraussetzungen für die Bundeswehr in unserem Artikel Bundeswehr Voraussetzungen 2026.

Die Empfehlung lautet 250 Euro Bargeld. Warum? Dein erster Sold kommt am Ende des Monats. In der ersten Woche lädst du deine Verpflegungskarte auf, brauchst Kleingeld für Automaten, und es können kleinere Ausgaben anfallen. Wer mit weniger als 100 Euro ankommt, hat unter Umständen ein Problem schon in Woche 1. 250 Euro ist die richtige Pufferzone — mehr als 500 Euro brauchst du nicht und riskierst Diebstahl.

5 Spindschlösser. Das ist keine Empfehlung, das ist der Standard, der bei Spindkontrollen geprüft wird. Aufschlüsselung: 2 Schlösser für die Spindtüren, 1 für das Spindoberteil, 1 für das Privatfach, 1 als Reserve. Alle mit Zahlencode — keine Schlüsselschlösser (Schlüssel gehen verloren).

Nein. Die Bundeswehr stellt dir bei Dienstantritt die komplette Ausrüstung aus — Feldanzug, Stiefel, Kopfbedeckung und alles weitere. Eigene Uniform-Teile mitbringen ist überflüssig und in der Regel nicht erlaubt.

Offiziell gibt es keine einheitliche Regelung — es hängt von der Einheit ab. In der Praxis sind eigene Elektronikgeräte in den ersten vier Wochen der Grundausbildung häufig verboten oder müssen abgegeben werden. Geh erstmal davon aus, dass du es nicht brauchst. Wenn du dir unsicher bist, frag direkt bei deiner zuständigen Dienststelle nach.

Die erste Woche ist organisatorisch intensiv: Einkleidung, Ausgabe der Ausrüstung, Einweisung in die Stuben, erste Appelle, Sicherheitsbelehrungen, medizinische Eingangsuntersuchung. Sport fängt sofort an — körperliche Eingewöhnung von Tag 1. Du wirst wenig Freizeit haben. Deshalb ist das Gepäck so wichtig: Was du nicht direkt brauchst, kommt in den Spind — und dafür brauchst du die 5 Schlösser. Mehr Details zur ersten Woche und zum Ablauf der Grundausbildung beim Heer: Basisausbildung Heer.

Die offizielle Packliste der Bundeswehr als PDF gibt es direkt auf bundeswehr.de als Download. Ergänzend dazu die allgemeine Grundausbildungs-Übersicht auf bundeswehr.de. Für eine abhakbare, aktuell gepflegte Packliste Bundeswehr 2026 mit Mengenangaben und Ausbilder-Insights: soldatsein.app/packplan.

Quellen & Verifikation

Pack klug, nicht viel.

Du weißt jetzt was rein muss, was draußen bleibt, und warum. Die Packliste Bundeswehr Grundausbildung ist kein Hexenwerk — wenn du weißt, worauf es ankommt.

Hol dir jetzt die interaktive Checkliste in der Soldatsein-App — 34 Items, abhakbar, immer aktuell. Plus PDF-Export für die, die's lieber gedruckt mögen.

Guter Start — ich drück dir die Daumen für die Grundausbildung.
— Tobi H.

Autor
Stabsunteroffizier a.D., 8 Jahre Heer, Ausbilder Feldkirchen. Hat in der Grundausbildung in Feldkirchen Rekruten ausgebildet und weiß genau, was Tag 1 entscheidet. Schreibt bei Soldatsein über Grundausbildung, Packlisten und Einstieg in die Bundeswehr.