Basisausbildung Heer 2026: 6 Monate, die dein Leben verändern

Ich erinnere mich noch genau an den Montagmorgen, als ich zum ersten Mal als Ausbilder vor einer Gruppe frischer Rekruten stand. Es war fünf Uhr dreißig, noch dunkel draußen, und ich sah zwanzig Gesichter, auf denen sich Erschöpfung, Anspannung und ein Hauch Stolz mischten — alles gleichzeitig. Einer der Jungs, ein Typ aus dem Sauerland, hatte sich die Stiefel verkehrt herum angezogen. Zu meiner Linken stand ein anderer, der sichtlich damit kämpfte, seinen Dreck-Kampfanzug überhaupt gerade zu halten. Das war Woche eins. Am Ende der Grundausbildung waren dieselben Leute Kameraden, auf die ich mich blind verlassen hätte.

Genau das ist es, was die Basisausbildung beim Heer mit dir macht. Nicht nur körperlich — obwohl du auch daran wachsen wirst. Sondern als Mensch. Du lernst, unter Druck zu funktionieren, dich auf andere zu verlassen und selbst jemand zu sein, auf den andere sich verlassen können. Das klingt vielleicht nach Marketing-Text. Aber nach acht Jahren Heer und mehreren Lehrgängen als Ausbilder sage ich dir: Es stimmt wirklich so.

Seit Juli 2025 heißt das, was du durchläufst, offiziell Basisausbildung Heer — sechs Monate, integriert, ohne Zwischenumzug. Wenn du gerade überlegst, ob du dich verpflichtest, oder schon deinen Einberufungsbefehl in der Hand hältst: Dieser Artikel gibt dir einen ehrlichen, ungeschönten Überblick darüber, was dich erwartet. Nicht die Hochglanzbroschüre der Bundeswehr — sondern der Blick von jemandem, der auf beiden Seiten des Zauns gestanden hat.

Vorher: Wenn du noch ganz am Anfang stehst und noch nicht mal die Bewerbung Bundeswehr 2026 oder die Musterung hinter dir hast, schau dir diese Artikel zuerst an.

Was ist die Basisausbildung beim Heer?

Grundausbildung vs. Basisausbildung — was hat sich geändert?

Wenn du älteren Kameraden erzählst, dass du zur „Basisausbildung“ gehst, wirst du vielleicht ein fragendes Gesicht ernten. Das liegt daran, dass der Begriff noch sehr neu ist: Seit Juli 2025 heißt die Erstausbildung beim Deutschen Heer offiziell Basisausbildung Heer (BA). Vorher war sie aufgeteilt in drei Monate Grundausbildung (GA) und drei Monate Spezialgrundausbildung (SGA) — mit einem Zwischenumzug in eine andere Einheit nach Monat drei.

Dieser Umzug ist jetzt weg. Die gesamte 24-wöchige Ausbildung findet in einer Einheit, an einem Standort statt. Das klingt nach einer kleinen organisatorischen Änderung, ist aber in der Praxis ein großer Unterschied: Du baust über sechs Monate hinweg echte Kameradschaft mit denselben Leuten auf, dein Ausbilder kennt dich nach Woche zwölf schon gut genug, um deine Stärken gezielt zu fördern — und du sparst dir den Stress eines frühen Umzugs, bevor du überhaupt weißt, wo oben und unten ist.

Die Reform läuft bereits seit einer Pilotphase 2023, flächendeckend aber erst seit Sommer 2025. Wenn du also bei Google noch „Grundausbildung Heer“ findest: Das ist die alte Bezeichnung für dasselbe Konzept — nur kürzer und ohne die spätere Vertiefungsphase.

Heer vs. Luftwaffe, Marine und CIR: Warum sechs statt drei Monate?

Hier ist eine Unterscheidung, die wichtig ist: Die 6-monatige Basisausbildung gilt ausschließlich für das Heer. Luftwaffe, Marine, Sanitätsdienst und der Cyber- und Informationsraum (CIR) haben ihre eigene Allgemeine Grundausbildung (AGA), die weiterhin drei Monate dauert.

Heer Luftwaffe / Marine / CIR
BegriffBasisausbildung (BA)Allgemeine Grundausbildung (AGA)
Dauer6 Monate (24 Wochen)3 Monate (12 Wochen) + SGA
StandortwechselKein Umzug während BAVersetzung nach AGA in SGA-Einheit
SchwerpunktKampf zu Lande, GefechtsdienstJe nach Teilstreitkraft
HauptwaffenG36, P8, Handgranate, Panzerfaust-GrundlagenG36 + P8 (teilweise); Marine: Schiff

Das Heer setzt auf eine längere, integrierte Ausbildung, weil Infanterie- und Panzergrenadier-Aufgaben schlicht mehr Vorbereitung brauchen als der Dienst auf einem Zerstörer oder an einem Bildschirm im CIR. Das ist keine Wertung — aber du solltest wissen, worauf du dich einlässt.

Die 6 Monate im Überblick — Monat für Monat

Monat 1: Ankommen, Einkleidung, erste Waffe in der Hand

Woche eins beginnt mit dem, was man intern als „Einschleusung“ bezeichnet. Du kommst an, bekommst deine Ausrüstung (der Einkleidungsprozess zieht sich gerne über die ersten zwei Wochen), lernst die Stubenordnung, die Dienstgrade und die ersten Grundbegriffe des Militäralltags. Der Tagesablauf ist von Anfang an durchgetaktet, und wer dachte, er hätte in Ruhe die ersten Tage zum Ankommen, wird schnell eines Besseren belehrt.

In Woche zwei steht der BFT-Eingangstest auf dem Programm — dazu gleich mehr. Du fängst an, mit dem Formaldienst vertraut zu werden: Marschieren, Grüßen, korrekt Melden. Das klingt trivial, ist aber der Bereich, in dem Rekruten am häufigsten unbewusst auffallen — und zwar negativ. Außerdem beginnt die Waffenkunde für das G36, dein Hauptgewehr.

In Wochen drei und vier kommen die ersten Grundlagen des Gefechtsdienstes: Bewegungsarten im Gelände, Orientierung mit Karte und Kompass, und der Start der Sanitätsausbildung zum Einsatzersthelfer A (EEH-A).

Monat 2: Schießen, Biwak und Gelöbnisvorbereitng

Jetzt wird es konkreter. In Woche sechs gehst du zum ersten Mal scharfschießen — mit dem G36, auf der Standortschießanlage. Davor wartet in vielen Einheiten der Schießsimulator AGSHP, damit du die Grundhaltungen und Schießübungen ohne scharfe Munition verinnerlichst. Pflicht zum Bestehen sind die Schießübungen G-GL-2 und G-NB-I-5.

Woche sieben bringt dein erstes Biwak: Leben im Gelände, EPa (Einmannpackung) essen, Feldlager aufbauen, nachts auf Alarmposten. Viele Rekruten unterschätzen den Schlafmangel, der dabei entsteht. Wer nach dem ersten Biwak komplett leer ist, ist in guter Gesellschaft.

Gegen Ende von Monat zwei steht das feierliche Gelöbnis an — mehr dazu in einem eigenen Abschnitt weiter unten.

Monat 3: Rekrutenbesichtigung — das musst du können

Woche zwölf ist der erste große Höhepunkt: die Rekrutenbesichtigung. Das ist die praktische Abschlussprüfung der allgemeinmilitärischen Phase und umfasst:

Parallel dazu: der BFT-Abschlusstest der ersten Phase. Drei Disziplinen, klare Anforderungen — wer mehr darüber wissen will, findet alle Details in unserem BFT-Artikel.

Monate 4–6: Vertiefung — Handgranate, Granatwerfer, Gefechtsschießen

Die zweite Hälfte der Basisausbildung ist das, was früher die Spezialgrundausbildung war — jetzt nahtlos integriert. Du schießt jetzt nicht mehr nur das G36, sondern vertiefst auch die Pistole P8 (Pflicht-Schießübungen P-GL-2 und P-NB-I-3). Neu in Monat vier kommen Handgranate und die Grundlagen im Granatwerfer sowie erste Panzerfaust-Einweisungen.

Der Gefechtsdienst wird komplexer: statt Einzelkämpfer-Basics nun Gefechtsschießen in der Gruppe und im Zug. Geländemärsche werden länger und schwerer — der Abschlussmarsch liegt bei rund 20 bis 25 Kilometern mit 25 Kilogramm Gepäck. Politische Bildung und Staatsbürgerkunde runden die Phase ab.

Monat sechs bringt Leistungsnachweise, die abschließende BFT-Beurteilung und — für die meisten — die Nachricht, wohin sie versetzt werden.

Ein typischer Tag in der Basisausbildung

UhrzeitInhalt
05:30Wecken
05:45Antreten zur Früh-KA (körperliche Ausbildung)
07:00Persönliche Hygiene, Stube aufklaren
07:30Frühstück
08:00Tagesdienst beginnt: Unterrichte, Waffenausbildung, Geländeausbildung
12:00Mittagessen
13:00Ausbildung Nachmittag
17:00–18:00Abendessen
18:30–21:00Nachbereitung (Uniform reinigen, Waffe reinigen, Stubeninspektionsvorbereitungen)
21:30–22:00„Licht aus“ (offiziell; Realität: oft später)

Das ist der idealtypische Ablauf. An Biwak-Tagen oder bei Nachtübungen sieht die Sache ganz anders aus — dann gibt es keinen Tagesrhythmus, nur die Aufgabe. Das ist gewollt. So lernst du, auch ohne Schlaf und Komfort zu funktionieren.

Was dich wirklich fordert — Insider-Sicht

Körperlich

Starte nicht mit der Erwartung, dass es „schon irgendwie geht“. In Woche eins kommt der BFT-Eingangstest, und wer da unter den Mindestwerten liegt, fällt sofort auf. Die Mindestwerte laut Soldatengrundfitness-Norm: Pendellauf (11 × 10 m) unter 60 Sekunden, Klimmhang über 5 Sekunden gehalten, 1.000 m unter 6:30 Minuten. Das klingt machbar — ist es auch, wenn du vorbereitet bist.

Geländemärsche mit vollständiger Ausrüstung sind das, was die meisten Rekruten unterschätzen. Nicht den einzelnen Kilometer, sondern die Kumulation: Woche für Woche, Marsch für Marsch. Wer in Monat zwei schon mit Blasen an den Füßen kämpft, hat in Monat fünf ein echtes Problem.

💡
Leo-Tipp von Tobi: Fang mindestens drei Monate vor Dienstantritt an zu trainieren — nicht drei Wochen. Täglich 3–5 km Laufen, Klimmzüge üben (auch mit Stuhlhilfe, „negativ“ absenken zählt), und 10 × 10 m Sprints auf dem Sportplatz. Schuhe einlaufen nicht vergessen — die neuen Kampfstiefel machen dir sonst in Woche eins die Füße kaputt. Mehr Details findest du in unserem BFT-Artikel.

Mental

Das Körperliche ist die bekannte Herausforderung. Das Mentale unterschätzen fast alle. Du lebst auf engem Raum mit fünf bis sechs Menschen in einer Stube, die du dir nicht ausgesucht hast. Du hast keinen Einfluss auf deinen Tagesablauf. Du wirst Fehler machen und dafür eine gehört bekommen. Du wirst Befehle ausführen, die dir im Moment sinnlos erscheinen.

Was dabei entsteht, wenn du durchhältst: Ein Verständnis von Disziplin, das nicht aus Angst kommt, sondern aus Überzeugung. Und ein Gemeinschaftsgefühl, das ich in keiner anderen Umgebung erlebt habe.

In meiner Zeit als Ausbilder habe ich genug Rekruten gesehen, die körperlich top waren, aber an der mentalen Belastung scheiterten — oft in Woche vier oder fünf, wenn die erste Begeisterung weg ist und die Erschöpfung anklopft. Die, die durchhielten, hatten meist eine klare Antwort auf die Frage: Warum bin ich hier?

Formaldienst: Die unterschätzte Disziplin

Formaldienst ist Marschieren, Grüßen, Melden, Stubenappell. Klingt nach Kleinkram. Ist aber der Bereich, in dem Ausbilder direkt beobachten, wer Haltung hat — im wörtlichen und übertragenen Sinne. Rekruten, die den Formaldienst ernst nehmen, werden als zuverlässig wahrgenommen. Wer ihn nicht ernst nimmt, zieht sich Aufmerksamkeit zu, die er lieber nicht hätte.

💡
Leo-Tipp von Tobi: Der oder die Stubenälteste macht in jeder Stube einen riesigen Unterschied. Meld dich freiwillig. Wer Verantwortung übernimmt, fällt positiv auf — und lernt gleichzeitig das Wichtigste, das die Bundeswehr dir beibringen kann: Führen unter Druck.

Das Gelöbnis: Der große Tag

Das Gelöbnis findet gegen Ende des zweiten Monats oder Anfang des dritten Monats statt — der genaue Zeitpunkt variiert je nach Einheit, wird aber in der Regel zwei bis drei Wochen vorher bekannt gegeben.

Wichtig und oft falsch beschrieben: Du trägst beim Gelöbnis den Dienstanzugkeine Waffe. Die Bilder von Soldaten mit Gewehr beim Gelöbnis, die manchmal kursieren, stammen aus anderen Zusammenhängen. Beim feierlichen Appell stehst du in Uniform, ohne Ausrüstung.

Die Gelöbnisformel für Freiwillig Wehrdienst Leistende lautet:

„Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“

Der optionale Zusatz „so wahr mir Gott helfe“ ist — wer hätte es gedacht — optional. Wer einen Diensteid leistet (SaZ, Berufssoldaten), schwört statt gelobt: Das ist rechtlich ein höheres Bindungsmaß.

Deine Familie darf kommen. Ein Musikkorps spielt, eine Abordnung berührt die Truppenfahne, Ehrengäste sind anwesend. Für viele Rekruten ist das der emotionalste Moment der gesamten Basisausbildung.

💡
Leo-Tipp von Tobi: Informiere deine Angehörigen sofort nach Dienstantritt, dass ein Gelöbnis kommt — auch wenn der Termin noch nicht feststeht. Während der Basisausbildung gibt es keinen regulären Urlaub, und das Gelöbnis ist der einzige offizielle Familientag. Den solltet ihr gemeinsam erleben. Für Eltern und Angehörige, die mehr wissen wollen, was auf sie zukommt: Schau dir unseren Artikel Grundausbildung Bundeswehr für Eltern an.

Geld & Ausstattung während der Basisausbildung

Was du verdienst — Besoldung SaZ und FWD

Dienstverhältnis Dienstgrad Brutto (Stand Jan. 2026)
SaZ (Soldat auf Zeit)Schütze A3/Stufe 12.788,20 €
FWD (Freiwilliger Wehrdienst)Schütze2.600,00 € Wehrsold

Zum 1. Mai 2026 gilt eine Besoldungserhöhung von 2,8 %: A3/Stufe 1 steigt dann auf 2.866,27 € brutto. Diese Zahlen stammen aus dem offiziellen Download der Bundeswehrkarriere unter bundeswehrkarriere.de/downloads/mannschaften/936.

Was abgezogen wird

Kasernenunterbringung kostet dich 144,27 € pro Monat (Anrechnungsbetrag Gemeinschaftsunterkunft gem. § 39 Abs. 2 BBesG i.V.m. Anlage V). Das klingt erst mal nach wenig — und ist es auch, verglichen mit dem, was du draußen für ein WG-Zimmer zahlst.

Was du dafür bekommst

FWD vs. SaZ kurz — welches Dienstverhältnis passt?

Freiwilliger Wehrdienst (FWD) dauert 6 bis 11 Monate. Du kannst die Basisausbildung damit vollständig absolvieren — aber bei einer 7-monatigen Verpflichtung bleibt nach den sechs BA-Monaten nur ein weiterer Monat übrig, was praktisch wenig sinnvoll ist. Wer FWD macht und Karriere in der Bundeswehr in Betracht zieht, sollte mindestens 12 Monate andenken — das macht aus dem FWD formal einen SaZ kurz (12 bis 23 Monate). Die Stammeinheit und das Einplanergespräch helfen dir dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

Nach der Basisausbildung: Standortwechsel & Stammeinheit

Standortwechsel ist die Regel — nicht die Ausnahme

Fast alle, die die Basisausbildung abschließen, verlassen danach die Ausbildungseinheit. Das ist kein Versagen und kein Zufall — es ist die Regel. Die Einheiten, die die Basisausbildung durchführen, sind nicht identisch mit deiner späteren Stammeinheit. Du wirst versetzt, meist direkt im Anschluss.

Was das für dich bedeutet: Häng dich nicht zu sehr rein, mach dich nicht zu sehr verwurzelt. Und brich Kontakte zu deinen Stubenkameraden nicht ab — die Bundeswehr ist kleiner als man denkt, und wer heute in Ahlen ausgebildet wurde, trifft sich morgen in Munster wieder.

Die Stammeinheit — wann erfährst du, wo du hinkommst?

In vielen Fällen wird dir deine Stammeinheit bereits beim Einplanergespräch kommuniziert, das noch vor oder kurz nach Beginn der Basisausbildung stattfindet. Das heißt: Du weißt oft schon in Monat eins oder zwei, wohin die Reise nach dem Abschluss geht. Mehr zum Einplanergespräch und was du dabei beachten solltest, findest du in unserem Artikel zum Einplanergespräch.

FAQ — Häufige Fragen

Seit Juli 2025 heißt die Erstausbildung beim Deutschen Heer offiziell „Basisausbildung“. Sie dauert sechs Monate und fasst die frühere dreimonatige Grundausbildung und die dreimonatige Spezialgrundausbildung in einer Einheit zusammen — ohne Zwischenumzug.

Sechs Monate, das entspricht 24 Wochen. Das gilt ausschließlich für das Heer. Luftwaffe, Marine und CIR absolvieren weiterhin eine dreimonatige Allgemeine Grundausbildung.

Grundsätzlich ja — außerhalb des Dienstes und in der Freizeit. In bestimmten Ausbildungsabschnitten (Biwak, Gefechtsdienst, Nachtübungen) kann die Handynutzung eingeschränkt oder verboten werden. Plane nicht damit, ständig erreichbar zu sein.

Grundsätzlich ist das Wochenende dienstfrei — sofern keine Übung oder kein Bereitschaftsdienst ansteht. Ausgang vom Kasernengelände ist möglich, Urlaub (Heimreise) in der BA aber üblicherweise nicht vorgesehen. Die Regelung variiert je nach Einheit und Ausbildungsstand.

Stand 2025/2026: Mit dem G36. Das HK416 löst das G36 bundeswehrweit ab, aber dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. In der Basisausbildung wird aktuell noch mit dem G36 ausgebildet.

Das kommt sehr auf deine Ausgangslage an. Körperlich ist die BA bei guter Vorbereitung machbar — die meisten scheitern nicht an den Laufzeiten, sondern an der mentalen Belastung durch Schlafmangel, enge Unterbringung und den Verlust von Selbstbestimmung im Tagesablauf. Wer das verstanden hat und sich darauf vorbereitet, hat die halbe Miete.

Es gibt Pflicht-Leistungsnachweise: Schießübungen G36 und P8, Sanitätsausbildung, Allgemeine Wachausbildung, Rekrutenbesichtigung und BFT. Wer einen davon nicht besteht, hat in der Regel die Möglichkeit zur Nachprüfung. In der Probezeit (erste sechs Monate) besteht außerdem ein gegenseitiges Widerrufsrecht — du kannst gehen, die Bundeswehr kann dich entlassen. Das Modell wurde mit der Reform angepasst, die Abbrecherquote ist laut Heer seitdem gesunken.

Technisch ja — aber du bleibst nach sechs Monaten Basisausbildung nur noch einen Monat im Dienst, was wenig Spielraum lässt. Wer den FWD als Orientierung nutzen will, sollte mindestens zwölf Monate einplanen — dann hast du nach der BA noch Zeit, deinen Dienst zu gestalten.

Quellen & Rechtsgrundlagen

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Gesetzestexte und offiziellen Verlautbarungen der Bundeswehr. Alle Angaben nach bestem Wissen; Stand April 2026.

Bereit für die Basisausbildung — oder noch am Planen?

soldatsein.app begleitet dich durch alle Phasen deiner Bundeswehr-Karriere — von der ersten Bewerbung über den CAT-Test bis zum Einplanergespräch nach der Basisausbildung. Checklisten, Termine, Tipps von echten Bundeswehr-Veteranen — alles in einer App.

Autor: Tobi H., Stabsunteroffizier a.D., 8 Jahre Deutsches Heer, ehem. Ausbilder Grundausbildung Feldkirchen. Alle Angaben nach bestem Wissen; Stand April 2026. Keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die offiziellen Dokumente der Bundeswehr.